Stralsunder Esel grasen für den Naturschutz

Während die Franzburger Hellberge unter den Naturfreunden gut bekannt sind, ist das Trockenrasenareal auf der anderen Seite der Blinden Trebel nur den Insidern geläufig.

In der Nähe der Gemeinde Gersdin befindet sich das ökologisch wertvolle Gelände mit Trocken- und Magerrasenvegetation und der entsprechenden Fauna. Bis zum Ende der DDR-Zeit nutzte das Militär dieses Gelände als Übungsplatz, anschließend war das Gelände eine Motocrossbahn. Im Jahr 2001 erwarb die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V auf Anraten und unter maßgeblicher Mitwirkung des Franzburger Naturschützers Karl-Heinz Grießbach die gesamte Fläche. Mehrere Gutachten belegen die ökologische Wertigkeit. Zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten, insbesondere Insekten, finden sich im Gebiet.

Um diesen Zustand auf Dauer zu erhalten, muss der Verbuschung wirkungsvoll Einhalt geboten werden. Dazu verpachtete die Stiftung das Gebiet für eine Beweidung mit Schafen und Ziegen. Nachdem die Verbuschung zunächst erfolgreich verhindert werden konnte, hat sich nach den letzten milden Wintern der Besenginster wieder stark ausgebreitet. Außerdem hat das invasiv wachsende Land-Reitgras Teile der Fläche in Beschlag genommen und droht, die artenreiche Trockenrasenflora zu verdrängen.

Stiftung, Pächter, zuständige Behörden und der Zoo Stralsund haben deshalb das Beweidungskonzept überarbeitet und sich dazu entschlossen, die Beweidung durch Schafe und Ziegen mit Eseln zu verstärken. Seit Ende Juli weiden deshalb 4 Eselhengste aus dem Stralsunder Zoo im LSG Gersdin. Im Vorfeld wurden durch die Stiftung ein neuer Außenzaun und ein Unterstand für die Esel errichtet. Der Einfluss der Beweidung auf die Vegetation wird durch verschiedene Studien dokumentiert. Während die Beweidung durch die Schafe und Ziegen ganzjährig vorgesehen ist, werden die Esel den Winter über im Zoo verbringen. In diesem Jahr kommen zwei weiße Eselhengste, ein grauer und ein schwarzer Hengst zum Einsatz.

„Dieses Projekt wurde durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung NUE aus Erträgen der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie gefördert.“ 

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