In den Wiesen am Oderhaff arbeiten die Landwirte und die Stiftung Hand in Hand. Ziel ist es, den sehr selten gewordenen Uferschnepfen, Brachvögeln, Kiebitzen, Rotschenkeln und Bekassinen die allerbesten Bedingungen zu bieten. Das Projekt zum Schutz der Wiesenbrüter ist eine Kompensationsmaßnahme für ein großes Gasleitungsprojekt und wurde 2011 begonnen.

Das Ziel dieser Maßnahme besteht darin, die lokalen Brutvorkommen von Brachvogel, Uferschnepfe, Kiebitz und Rotschenkel über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren zu sichern und nach Möglichkeit zu vergrößern. Dazu soll zum einen das Bruthabitat partiell renaturiert werden und zum anderen der Bruterfolg durch spezifische Artenschutzmaßnahmen gesteigert werden. Zur Verbesserung des Bruthabitats wurde zunächst der Grundwasserstand im Polder großflächig angehoben. Zur Verbesserung des Bruterfolges werden während der Brutzeit verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Gelege und Jungtiere umgesetzt. Vereinbarungen mit den Landwirten stellen dabei sicher, dass Gelege und Jungtiere in der Kern- und Pufferzone vor Verlusten durch Mahd, Walzen, Beweiden usw. geschützt werden. Zeitgleich bezwecken die Verträge die Umsetzung einer Grünlandnutzung, die zu einem für die Wiesenbrüter optimal geeigneten Lebensraum führt. Des Weiteren werden Zäune und Schutzkörbe (für Kiebitzgelege) installiert, um Nester und Jungtiere vor Prädatoren zu schützen. Um diese Maßnahmen in Abstimmung mit den Landnutzern umzusetzen, arbeitet während der Brutsaison (März - Juli) eine Biologin vor Ort als Projektbetreuerin.

Kurzinfos

Das Gebiet ist öffentlich nicht zugänglich, nur über mit unserer Stiftung vereinbarte Führungen!
Festes Schuhwerk oder Gummistiefel erforderlich!
Treffpunkt: Parkplatz an der L31 von Ducherow kommend kurz hinter dem Wald in der Kurve 1,4 km westlich von 17375 Leopoldshagen
Betreuer des Gebietes: 
Geranda Olsthoorn - Projektleiterin Flächenagentur M-V GmbH

Detailkarte