Größe: 336 ha
Landkreis: Rostock
Unterschutzstellung: NSG Binsenbrink am Westufer: 19.12.1931; Erweiterung 7.7.1941; Verkleinerung 30.4.1963
Schutzzweck: Schutz und Erhalt von Uferbereichen als Lebensraum seltener Vogelarten

Lage: Der Teterower See liegt im Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See nordöstlich von Teterow. Er hat eine Längenausdehnung von 3,3 km, eine Breite von 1,9 km und seine Uferlänge beträgt 17,5 km. Die westliche Uferseite gehört zum Naturschutzgebiet Binsenbrink.
Geologie und Wasserhaushalt: Es handelt sich um einen Grundmoränensee, welcher durch flache Ufer und eine geringe Wassertiefe gekennzeichnet ist (die mittlere Tiefe beträgt 4,0 m). Der Teterower See hat sieben oberirdische und drei unterirdische Zuflüsse entlang der ganzen Uferlänge.
Nutzungsgeschichte: Der Teterower See wird bereits so lange genutzt, wie sich in seiner Umgebung Menschen ansiedelten und das Umland bewirtschafteten. Die intensive Nutzung des Sees rührte nicht nur vom Befischen und der Nutzung als Erholungs- und Badesee, sondern vor allem auch von der Einleitung kommunaler und auch industrieller Abwässer. Die jahrzehntelangen Belastungen führten dazu, dass sich die Wasserqualität des Teterower Sees bis ca. 1970 so stark verschlechterte, dass es zu einem massiven Fischsterben kam. Auch die Blaualgenblüten im Sommer machten dem See zusätzlich zu schaffen. Nach einem limnologischen Gutachten 2006 wurde 2013 mit der Restaurierung des Sees begonnen.
Der See wird heute wieder durch Binnenfischer bewirtschaftet. Die wichtigsten Fischarten im Teterower See sind Aal, Hecht, Zander, Barsch, Karpfen, Schlei, Rotfeder sowie Weißfische. Im Teterower See liegt zudem eine ehemalige slawische Siedlerstätte, die Burgwallinsel.
Pflanzen- und Tierwelt: Das Gebiet rund um den Teterower See ist Heimat von über 200 Vogelarten, darunter besonders schützenswerter Arten wie Eisvogel, Blaukehlchen, Beutelmeise, Zwergtaucher, Schwarzmilan, Drosselrohrsänger, Rohr- und Zwergdommel, Rohrschwirl, Bekassine und Seeadler. Insgesamt wurden 64 Brutvogelarten nachgewiesen. Auch der Fischotter lebt in dem Gebiet.
Gemeine Teichsimse, Schmalblättriger Rohrkolben und Schilf bilden umfangreiche Röhrichte entlang des Sees. Landseitig schließen sich viele Bruchwälder an.
Gebietszustand und Entwicklungsziele: Mit Hilfe der EU und des Landes werden bis 2015 insgesamt rund 2,8 Millionen Euro in die Sanierung des Gewässers investiert. Ein großer Saugspülbagger wird eine ca. 80 cm starke Schicht vom Seegrund holen, welche Phosphor freisetzte und so das Wasser verunreinigte. Diese Ablagerungen gehen vor allem auf Einleitungen von Abwässern der Stadt und von Firmen der vergangenen Jahrzehnte zurück. Darüber hinaus sollen die Einträge über die Oberflächenzuläufe und das oberflächennahe Grundwasser durch Beseitigung von Fehlanschlüssen reduziert werden. Die Kläranlagenab-läufe werden mit neueren Filteranlagen versehen. Die fischereiliche Bewirtschaftung soll ebenso geändert werden. So können ein verstärkter Besatz mit Hecht und das Unterlassen des Besetzens mit Karpfen zu einer Verbesserung der Seequalität beitragen. Die Umstellung der Bewirtschaftung auf den umliegenden Äckern in Grünlandnutzung wird ebenfalls in dem Gutachten empfohlen.
Öffentliche Nutzung: Ein Ausflug mit der Fähre auf die Burgwallinsel, eine ehemalige slawische Siedlungsstätte, bietet Erholung und Ruhe. Vom Naturbeobachtungsturm und auf einem beschilderten Rundwanderweg lässt sich die Insel erkunden. Hier befinden sich auch eine Gaststätte, eine Badestelle und ein Bootverleih für Ruder- und Tretboote. Der See ist ein gutes Segel- und Angelrevier. Auf der - zum NSG Binsenbrink gehörenden - Halbinsel Sauerwerder verläuft ein Naturlehrpfad.

 

Quellen: Touristeninformation Teterow, StALU Mittleres Mecklenburg